3/478 | Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes

Ja, wieder ein Buch aus meiner 478-Bücher-Challenge geschafft! Nur noch 475 übrig! Das geht ja rasant… nach meiner letzten Schätzung sollte ich die Liste in etwa 20-30 Jahren geschafft haben. Es würde natürlich schneller gehen, wenn ich nur die Bücher lesen würde, die auf der Liste stehen, aber dafür gibt es viel zu viele Bücher, die es nicht auf die Liste geschafft haben, aber durchaus lesenswert sind. Und die tollen Neuerscheinungen darf man auch nicht vergessen, wie zum Beispiel das bisherige Highlight dieses Jahres, Wiesenstein.

Dass dieses Buch, Die Abenteuer von Sherlock Holmes auf dieser Liste steht, ist wohl keine Überraschung. Es gibt kaum eine Figur, die so bekannt ist und bis zum heutigen Tag auch relevant geblieben ist, wie die dieses Meisterdetektivs. Die Geschichten werden immer wieder filmisch aufgearbeitet und büßen nichts an Popularität ein. Der geniale Detektiv, der aus winzigen Details unglaubliche Schlussfolgerungen ziehen kann und dabei immer die Wahrheit aufdeckt, wäre schon an sich interessant, aber bei Sherlock paart sich das mit einer faszinierenden Persönlichkeit. Er ist nicht an Geld interessiert, er unterhält keine Liebesbeziehungen, er ist drogenabhängig, er führt chemische Experimente in seiner Küche durch, er spielt Geige, raucht eine Pfeife, hält alle anderen für Idioten und macht alles mit maximalem Einsatz.

Wenn es den treuen Watson nicht geben würde (der zufällig Arzt ist, genauso wie ursprünglich Arthur Conan Doyle), würden wir das alles aber nicht wissen. Der ergebene Freund dokumentiert die Fälle, die Sherlock löst und publiziert diese. Es ist also ein Buch in einem Buch – bei solchen Büchern habe ich immer das Gefühl, dass mir der Autor irgendwie zuzwinkert… „siehst du, was ich da mache? Ich tue so, als hätte gar nicht ich das geschrieben, sondern ein gewisser Watson, also muss sich das alles so zugetragen haben.“ Hm, na klar, Sir Doyle.

Zwölf Geschichten enthält dieser Band, und ist ursprünglich nach dem Erfolg der ersten beiden Romane um Sherlock Holmes erschienen – die Geschichten wurden zuvor in einer Zeitschrift bereits veröffentlicht.

Viele der Geschichten kann man kennen, sie wurden inzwischen wohl alle in irgendeiner Form verfilmt, trotzdem ist es ein spannendes Buch. So richtig mitraten kann man bei Sherlock Holmes nicht immer, weil dem Leser nicht unbedingt immer alle Details mitgeteilt werden, die Holmes bei der Lösung des Falles behilflich sind, aber es macht trotzdem Spaß, zumindest von der Seitenlinie zuzuschauen. Ich konnte das Buch gar nicht weglegen, es war wie mit einer richtig guten Serie, bei der man immer nur noch eine weitere Folge sich gönnt und plötzlich ist es neun Uhr abends und man hat an dem Tag noch gar nichts gemacht. So erging es mir übrigens zuletzt mit der ersten Staffel der Serie Elementary (die Serie ist nicht neu, ich habe sie aber erst vor kurzem für mich entdeckt). Was für ein Zufall.


Diverses

Der erste Satz:

Für Sherlock Holmes ist sie stets die Frau.

Verfilmung:

Das kann ich hier nicht alles aufzählen, dieser Eintrag auf Wikipedia gibt einen guten Einblick.

Impressum:

Autor: Arthur Conan Doyle
Titel: Die Abenteuer des Sherlock Holmes
Übersetzung aus dem Englischen: Henning Ahrens
Seitenzahl: 361
Verlag: Fischer
Erschienen: 2016
© S.Fischer Verlag GmbH

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