Carlos Ruiz Zafón: Marina

Mein erstes Erlebnis mit Carlos Ruiz Zafón liegt nicht weit zurück, erst im Dezember habe ich Der Schatten des Windes als Geschenk erhalten und dann sofort auch verschlungen. Meine Rezension zum Buch ist sehr positiv ausgefallen und ich habe mich sehr darauf gefreut, bald wieder etwas von Zafón zu lesen.

Auf Instagram wurde mir dann Marina empfohlen, und zwar mit den Worten, dass es noch besser sei, als Der Schatten des Windes. Mit solchen Superlativen muss man natürlich immer vorsichtig sein, vor allem, weil wir alle doch unterschiedliche Geschmäcker haben, und was dem einen gefällt, wird von dem anderen vielleicht gar nicht zu Ende gelesen.

In Marina finden sich viele Parallelen zu Der Schatten des Windes. Die Geschichte spielt ebenfalls auf den Straßen und in den Häusern und Villen Barcelonas und wird von einem 15-jährigen Jungen, Óscar Drai erzählt. Der Teenager erkundet so oft er kann die Straßen Barcelonas (er träumt davon, Architekt zu werden) und eines Tages entdeckt er dabei eine geheimnisvolle, leerstehende Villa. Als er sich im Haus umsehen will, stellt sich heraus, dass es doch bewohnt ist, und so lernt er die junge Marina und ihren Vater kennen. Zusammen mit Marina stößt er auf ein Geheimnis, dass sie unbedingt lösen wollen und die beiden begeben sich dabei in große Gefahr.

Zafón_Marina_ig
https://www.instagram.com/esthers_buecher/

Das Setting und die geheimnisumwobene Geschichte erinnert sehr stark an Der Schatten des Windes – oder eigentlich umgekehrt, da Marina früher entstanden ist. Das macht die Geschichte nicht weniger spannend und die Charaktere nicht weniger interessant, aber trotzdem hat sie mich nicht so mitreißen können, weil ich das Gefühl hatte, das alles schon mal gelesen zu haben.

Bei manchen Autoren stört es mich nicht, praktisch immer wieder die gleiche (oder zumindest vom Setting/Gefühl her sehr ähnliche) Story zu lesen, gerade mein Lieblingsautor, Haruki Murakami ist berühmt dafür, und ich wäre wahrscheinlich sehr enttäuscht, wenn er mal sehr stark vom Muster abweichen würde. Bei Zafón allerdings empfand ich anders. Das Buch hat mir gut gefallen, es hat mir Spaß gemacht, aber dieser düstere-mystische Rahmen spricht mich nicht dermaßen an, dass ich immer wieder so etwas lesen wollen würde. Wie aber bei Murakami kann ich mir vorstellen, dass andere gerade von Zafón begeistert werden (siehe unten die Liste weiterer Meinungen zum Buch).

Das heißt nicht unbedingt, dass dies mein letzt Buch von Zafón gewesen ist, aber ich werde auf jeden Fall eine längere Pause einlegen, damit ich unbefangener in eine neue Geschichte im mystischen Barcelona eintauchen kann.

 


Diverses

Der erste Satz:

Marina sagte einmal zu mir, wir erinnerten uns nur an das, was nie geschehen sei.

Weitere Meinungen zum Buch:

Insofern die angeführten Rezensionen mehr vom Inhalt enthalten, als es mir vor dem Lesen des Buches lieb gewesen wäre, merke ich das an.

Rain Reads

SP_IS_READING

Inkunabel

Zeilenliebhaberin

Impressum:

Autor: Carlos Ruiz Zafón
Titel: Marina
Übersetzung aus dem Spanischen: Peter Schwaar
Seitenzahl: 350
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Erschienen: 2011
© S.Fischer Verlag GmbH

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