James S.A. Corey: Caliban’s war

Caliban’s war (in der deutschen Übersetzung Calibans Krieg) ist bereits der zweite Band in der The Expanse Reihe. The Expanse ist für manche als Fernsehserie bei Netflix ein Begriff – ich zumindest habe ich meine erste Begegnung mit der Serie dort gehabt. The Expanse ist eine Science-Fiction-Serie erster Klasse (mit einer Bewertung von 8,3 auf imdb), mich hat sie auch sofort begeistert. Sie spielt in einer fernen Zukunft, in der die Menscheit nicht nur den Mond und den Mars besiedelt hat, sondern auch in die äußeren Regionen des Sonnensystems vorgedrungen ist und auf mehreren Monden Stationen errichtet hat, um von dort aus nach wertvollen Ressourcen zu suchen und diese an die inneren Planeten zu liefern.

Diese Expansion der Menschheit hat zu schwerwiegenden Brüchen geführt, drei Parteien stehen sich gegenüber: die Bewohner der Erde, die Bewohner der Mars und die sogenannten Gürtler. Viele haben die Erde noch nie betreten und könnten die Gravitation auf der Erde gar nicht mehr ertragen. In all dieser Zeit haben die Menschen keine außerirdische Zivilisation angetroffen, und sind kurz davor, sich untereinander zu bekriegen.

In diese Situation führt uns der erste Band der Reihe, Leviathan wakes. Die Geschichte lernen wir aus der Perspektive zweier Figuren kennen, die zunächst jeweils unterschiedliche Puzzleteile kennenlernen, bis sie sich dann endlich auch persönlich treffen. Es stellt sich heraus, dass eine außerirdische Zivilisation irgendwo existiert und vor langer Zeit eine Art Virus ins Sonnensystem geschickt hat. Nun wollen unbekannte Kräfte mithilfe dieses mysteriösen Materials (dessen volle Ausmaße und Ziele auch sie nicht kennen) die Machtverhältnisse im Sonnensystem verändern und nur eine Handvoll guter Menschen stehen ihnen im Weg.

Die Autoren Daniel Abraham und Ty Franck schreiben unter dem Pseudonym James S.A. Corey diese fantastische Space Opera und sind inzwischen bei sieben Bändern (Band 8 erscheint noch in diesem Jahr) und einigen ergänzenden Geschichten. Auch in die Fernsehserie sind die beiden involviert, die dadurch sehr nahe an den Büchern ist.

Mich hat bereits Leviathan wakes voll und ganz begeistert, Caliban’s war fand ich in einiger Hinsicht noch besser. Im ersten Band haben wir zwei Personen besser kennengelernt, neben ihnen waren alle anderen nur Statisten. In Caliban’s war haben wir vier Erzählstränge, die sich langsam nähern und wir bekommen auch mehr Einsicht in das Leben in dieser Welt. Wir erfahren mehr über die Erde, über die Träume der Marsianer und die Versorgung der Gürtler. Über die Außerirdischen wissen wir jetzt auch mehr, aber immer noch viel zu wenig, wahrscheinlich werden wir aber immer mehr auch über sie erfahren.

Es ist eine spannende und interessante Science-Fiction-Lektüre, mit gerade so viel wissenschaftlichem Anteil, dass alles plausibel erscheint, die Geschichte davon aber nicht erdrückt wird. Was mir daran besonders gefällt, ist das Setting im Sonnensystem, in einer zukünftigen menschlichen Zivilisation. Wir haben zwar auch hier nur Aliens, aber in erster Linie geht es hier um die Menschheit, wie sie sich entwickelt hat und wie sie mit einer neuen Situation umgeht.

Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, dem würde ich es nicht empfehlen, gleich mit Caliban’s war zu starten, auch wenn die Autoren versucht haben, das Buch so zu schreiben, dass es auch ohne Vorkenntnisse verständlich ist. Es fehlt dann trotzdem sehr viel Information beim Lesen und macht bestimmt weniger Spaß. Den nächsten Band werde ich bestimmt auch wieder lesen, allerdings steht aktuell so viel anderes an (so viele andere Bücher), dass dahin sicherlich noch einige Monate vergehen werden.


Diverses

Der erste Satz:

„Mei?“ Miss Carrie said. „Please put your painting work away now. Your mother is here.“

Weitere Meinungen zum Buch:

Meine Kritiken

Impressum:

Autor: James S.A. Corey
Titel: Caliban’s war
Seitenzahl: 595
Verlag: Orbit
Erschienen: 2013
© Orbit

Ein Kommentar zu „James S.A. Corey: Caliban’s war

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