Meine buchige Woche (4)

Wieder eine Woche vorbei, und damit auch der September. In diesem Monat habe ich insgesamt vier Bücher gelesen, was für mich ein ganz gutes Ergebnis ist, und wenn man bedenkt, dass es insgesamt um die 1.700 Seiten sind, bin ich recht stolz auf mich. Ich weiß, dass andere deutlich mehr schaffen, aber zum Glück ist das kein Wettbewerb. Mein Ziel mit diesem Blog war, mehr Zeit mit Lesen zu verbringen, und diese Zahlen zeigen mir, dass es sehr gut geklappt hat.

Auf der anderen Seite habe ich immer das Gefühl, dass ich immer mehr Bücher auf meiner „zu lesen“ Liste habe und mir einfach die Zeit fehlt, alles zu schaffen, was ich mir vornehme. Auch diese Woche ist ein neues Buch bei mir eingezogen, auf das ich mich sehr sehr freue… aber wann ich es lesen werde? Ich hoffe, im Oktober kriege ich es irgendwie noch hin. Und kann mich mit dieser Biographie ein klein wenig Sabines Humboldt-Marathon anschließen:

Rüdiger Schaper: Alexander von Humboldt. Der Preuße und die neuen Welten

Laut Klappentext erwartet mich mit diesem Buch ein Lesevergnügen und ein großes Bildungserlebnis. Das klingt schon mal vielversprechend.

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Diese Woche habe ich endlich die neuste Ausgabe von lesenswert gesehen, und es war eine tolle Sendung mit María Cecilia Barbetta und Volker Kutscher als Gäste. Ich habe mich sehr über María Cecilia Barbetta gefreut, weil ich demnächst ihr neustes Buch, Nachleuchten lesen möchte (demnächst… na ja, also irgendwann in einer hoffentlich absehbaren Zeit). Ich fand sie sehr sympatisch und habe jetzt noch mehr Lust auf ihren Roman, der uns ins Argentinien der 70er Jahre entführt, und übrigens auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises steht. Ihre Beziehung zur deutschen Sprache hat mich auch persönlich angesprochen. Sie schreibt auf Deutsch, obwohl sie in Buenos Aires aufgewachsen ist, und sie liebt diese Sprache. Mir geht es genauso, auch wenn ich keine Romane, nur diesen Blog auf Deutsch schreibe.

Volker Kutscher war wahrscheinlich eingeladen, weil gerade Babylon Berlin im Free-TV startet. Er hat in der Sektion „mein Leben in drei Büchern“ über die Bücher Pünktchen und Anton, Tom Sawyer/Huckleberry Finn und Der Fall Beinlein erzählt und darüber, wie er als Kind angefangen hat zu lesen und was diese Bücher ihm damals bedeutet haben. Mark Twains Tom Sawyer / Huckleberry Finn spielte auch in meiner Jugend eine ganz besondere Rolle. Als ich so ungefähr 8-9 Jahre alt war, war ich nach der Schule im Hort, wo wir noch unsere Hausaufgaben machen mussten und wenn noch Zeit blieb, konnten wir spielen oder lesen. In dieser freien Zeit nach den Hausaufgaben habe ich mir eine Zeit lang immer den dicken Band mit der Geschichte über Tom Sawyer und Huckleberry Finn geholt und Tag für Tag einige Seiten gelesen. Ich weiß nicht mehr, wie lange es gedauert hat, bis ich das Buch gelesen habe, aber das ist bis heute eins der wichtigsten Leseerlebnisse meines Lebens. Schnell die Hausaufgaben machen und dann endlich weiterlesen. Ich finde es sehr interessant, wie sehr uns so frühe Leseerlebnisse prägen können, und dass die Bücher unserer Kindheit und Jugend auch nach vielen Jahrzehnten wichtig bleiben, auch wenn wir sie nicht wieder lesen.

Ich habe auch darüber nachgedacht, welche drei Bücher mich so richtig geprägt haben, und bin auf diese gekommen, obwohl es mir sehr schwer fällt, die Liste auf nur drei zu begrenzen:

Robert L. Stevenson: Die Schatzinsel

Astrid Lindgren: Kalle Blomquist – Meisterdetektiv

Jules Verne: Mathias Sandorf

Welche drei Bücher würdet ihr auswählen aus eurer Kindheit/Jugend?

2 Kommentare zu „Meine buchige Woche (4)

  1. Danke für die Verlinkung – bin schon sehr gespannt auf „dein“ Humboldt Buch.
    Meine Bücher die mich sehr prägten in der Kindheit waren „5 Freunde“ von Enid Blyton, „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren und „20000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Verne
    Liebe Grüße 🙂

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