Jahresrückblick 2018 | Die besten Romane

Die Entscheidung fiel mir bereits bei den Sachbüchern nicht einfach, noch schwieriger war es, die besten Romane meines Lesejahrs auszuwählen. Dabei ist wichtig zu betonen, dass es hier um mein Lesejahr geht, es sind also nicht nur Neuerscheinungen aus 2018, die ich hier gerne empfehlen möchte.

Platz 5: Juli Zeh: Schilf

Ein Roman, über den ich immer wieder nachdenke, eine brutale und faszinierende Geschichte. Eines Tages fährt der Physiker Sebastian seinen Sohn in ein Ferienlager. Unterwegs hält er an und lässt seinen Sohn schlafend im Auto. Als er zurückkehrt, ist sein Auto verschwunden, samt Kind. Dann erhält er einen Anruf: er bekommt seinen Sohn zurück, aber er muss etwas dafür tun…

Platz 4: Stephan Thome: Gott der Barbaren

Es ist keine leichte, aber eine sehr interessante und lehrreiche Lektüre. Das Buch bringt den Leser ins China des 19. Jahrhunderts, direkt inmitten der Taiping-Rebellion. Thome schafft es, spannend zu bleiben und trotzdem viel über diese Zeit zu erzählen.

Platz 3: David Mitchell: Wolkenatlas

Meine erste Begegnung mit Mitchell, aber mit Sicherheit nicht die letzte. Ein selten gut komponierter Roman, es ist aber nicht so einfach zusammenzufassen, worum es hier geht. Wir haben insgesamt sechs Erzählstränge, was an sich schon außergewöhnlich ist. Dann sind diese Erzählstränge auch noch zeitlich versetzt (vom 19. Jahrhundert bis irgendwann weit in der Zukunft), und wenn das nicht reichen würde, sind sie alle in einem anderen Genre verfasst. Und natürlich hängen sie alle zusammen… Wer es noch nicht getan hat, sollte es lesen!

Platz 2: Hans Pleschinski: Wiesenstein

Bis vor einigen Tagen hat sich Wiesenstein als DAS Highlight des Jahres auf Platz 1 gehalten und wurde erst eben überholt. Pleschinski erzählt in diesem Roman die letzten Monate Gerhart Hauptmanns, die er aus Dresden Richtung Osten flüchtend in seiner Villa verbrachte. Bis zuletzt an seinem Ruhm und seinem vornehmen Leben festhaltend. Eine unglaubliche Geschichte, die aber durch eine detaillierte Recherche unterstützt wird. Ich wünsche diesem Buch sehr viele Leser.

Platz 1: Sabrina Janesch: Die goldene Stadt

Erst vor Kurzem beendet, schon auf Platz eins ist der Roman von Sabrina Janesch über den deutschen Entdecker von Machu Picchu. Ein richtiger Abenteuerroman, der nur noch faszinierender wird dadurch, dass es eine wahre Geschichte ist. Hut ab vor Frau Janesch für den enormen Recherchenaufwand, den sie hier geleistet hat – und dafür, dass sie das so toll verpacken konnte.

Eigene Aufnahme. Die Rechte des Covers liegen beim Rowohlt Berlin Verlag.

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