Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks

Die erste Geschichte rund um Privatdetektiv Cormoran Strike und seine Assistentin Robin aus dem Feder von J.K. Rowling ist ein typischer, altmodischer Krimi. Und genau das hat mir an diesem Buch gefallen.

Als das Supermodell Lula Landry von ihrem Balkon in den Tod stürzt, steht für die Polizei schnell fest: es kann nur Selbstmord gewesen sein. Das Modell hatte psychische Probleme und außer ihr war niemand in der Wohnung. Der Adoptivbruder von Lula sieht es jedoch anders und wendet sich an Cormoran Strike, der Detektiv soll beweisen, dass seine Schwester Opfer eines Gewalttats geworden ist.

Auf den ersten Blick scheint Strike nicht gerade die beste Wahl zu sein. Seine Detektei bearbeitet keine besonders interessanten Fälle, er spürt Ehemännern und Ehefrauen nach, deren Partner nicht an der Treue ihres jeweiligen Lebensgefährten glauben. Außerdem ist gerade seine stürmische Beziehung in die Brüche gegangen und da er auch noch pleite ist, muss er in seinem Büo auf einer Campingliege übernachten. Als dann auch noch die Aushilfssekretärin Robin auftaucht, die er eigentlich nicht bezahlen kann, kommt er in eine wirklich prekäre Lage.

Strike versinkt jedoch nicht in Selbstmitleid, sondern nimmt den Auftrag ernst und macht sich an die Arbeit. Er redet mit allen auffindbaren Zeugen und macht detaillierte Notizen. Auf über sechshundert Seiten nähern wir uns mit ihm der Lösung (wobei er natürlich in der guten Tradition Agatha Christies dem Leser einen oder zwei Schritte voraus ist): Lula ist tatsächlich ermordet worden.

Der Roman ist bei weitem kein Thriller, für Liebhaber klassischer Krimis aber trotzdem ein Pageturner. Mir hat es sehr gut gefallen und ich werde auch die weiteren, inzwischen drei Geschichten von Galbraith alias Rowling lesen.


Diverses

Der erste Satz:

Die Menge, die sich auf der Straße versammelt hatte, brummte wie ein Fliegenschwarm.

Impressum:

Autor: Robert Galbraith
Titel: Der Ruf des Kuckucks
Übersetzung aus dem Englischen: Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz
Seitenzahl: 638
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 2014
© der deutschsprachigen Ausgabe Blanvalet Verlag

3 Kommentare zu „Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks

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