Neuzugänge | Die fabelhafte Welt der Ameisen & Der Beginn

Diese Woche sind gleich zwei Bücher neu bei mir eingezogen, die ich hier nun kurz vorstellen möchte. Vielleicht habt ihr eins davon schon gelesen? Lasst es mich wissen!

Christina Grätz, Manuela Kupfer: Die fabelhafte Welt der Ameisen

Ich bin ein großer Tierliebhaber, muss aber gestehen, dass Ameisen bis jetzt noch nie in meinem Fokus standen. Da ich aber weiß, dass es ganz kluge Tierchen sind (von denen übrigens Cixin Liu, der chinesische Science-Fiction-Autor ganz fasziniert ist und in seinen Büchern sie immer auftauchen lässt), möchte ich gerne mehr über sie erfahren.

Worum geht es in diesem Buch?

Sie bringen mehr Biomasse auf die Waage als alle Säugetiere der Welt zusammen, und doch stehen sie auf der Roten Liste. Ameisen sind in Deutschland hochgradig gefährdet. Damit sie überleben, gibt es besondere Menschen: Ameisenumsiedler. Immer, wenn Bauprojekte eine Kolonie gefährden, treten sie in Aktion. Hier erzählt die bekannteste Ameisenumsiedlerin Deutschlands von ihren abenteuerlichen Erlebnissen. Skurrile Geschichten voller verblüffender Fakten über kooperativen Naturschutz, die Biologie des Waldes und über den kuriosen Kosmos der kleinen Krabbler.

Vielleicht ist dieses Buch etwas für Sabines #WomeninScience Projekt?

Erschienen im Gütersloher Verlagshaus.
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
Mit 16-seitigem vierfarbigen Bildteil

Carl Frode Tiller: Der Beginn

Falls es noch jemanden gibt, der es nicht weiß: Norwegen ist dieses Jahr das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Dieses skandinavische Land hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, auch wenn ich es noch nice besucht habe. Ich habe zwei Jahre lang norwegisch studiert und wie der Zufall es wollte, arbeite ich jetzt bei einer norwegischen Firma (muss aber zum Glück meine leider nicht mehr vorhandenen Norwegischkenntnisse nicht unter Beweis stellen). Es ist mir also eine große Freude, dass im Zeichen der Buchmesse so viele Bücher aus Norwegen ins Deutsche übersetzt werden, so auch dieser Roman.

Das Leben kann nur rückwärts verstanden werden, gelebt werden muss es vorwärts, heißt es bei Søren Kierkegaard. Terje liegt nach einem Suizidversuch im Sterben. Er lässt sein verpfuschtes Leben Revue passieren. Auf der Suche nach Antworten gräbt er sich immer tiefer in die schmerzhafte Vergangenheit, soghaft getrieben von den blinden Flecken des eigenen Lebens: der depressiven, alkoholkranken Mutter, dem abwesenden Vater, dem Abrutschen in Ticks und Gewalt als junger Mann, und dem quälenden Gefühl des Verlassenseins, das ihn immer bestimmt hat. Momente des Friedens fand er nur in der Natur. Ruhelos stellt Terje sich im Krankenhaus seinem Leben vom Ende bis zum Anfang, vom Tod bis zur Kindheit. Ein bewegendes Buch, erzählt wie im Rausch – über endgültige Entscheidungen, Vorherbestimmung und die Freiheit des Einzelnen.

Erschienen beim btb Verlag.
Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger, Nora Pröfrock
Originaltitel: Begynnelser
Originalverlag: Aschehoug
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

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