Neuzugänge | Verrückt nach Karten & Kastanienjahre

Zwei neue Bücher sind diese Woche bei mir eingetroffen, auf die ich mich schon sehr gefreut habe.

Lewis-Jones, Huw (Hrsg.): Verrückt nach Karten. Geniale Geschichten von fantastischen Ländern

Wenn ich an Karten denke, fällt mir sofort mein allerliebstes Leseerlebnis aus meiner Kindheit ein, Die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson. Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Buch gelesen habe, nur, dass ich an einem Punkt der Einband eingerissen war und ich ihn mit Klebeband reparieren musste. Es reichte mir also den Klappentext zu lesen, um dieses Buch sofort+hier+jetzt haben zu wollen. Es jetzt in der Hand zu halten ist einfach nur großartig, alleine mit der Betrachtung der Abbildungen könnte ich Wochen verbringen…

Karten sind mitreißend, voller Wunder und Magie. Karten versprechen Abenteuer und Spannung wie eine gute Geschichte. Robert Louis Stevenson erfand eine Karte, um ein Kind zum Träumen zu bringen. Die Idee für »Die Schatzinsel« war geboren. Schriftsteller lieben Karten. Dieser fantastische Atlas zeigt ihre Favoriten. Darunter sind nicht nur die gezeichneten Helden aus ihren Büchern, sondern auch die Pläne realer Städte, die sie inspiriert haben, und die raschen Skizzen am Rand der Seite. Mercators Weltprojektionen faszinieren J.K. Rowling oder Robert Macfarlane genauso wie Google Maps, das Liniennetz der U-Bahn und die Monster auf alten Himmelsgloben. Nach Mittelerde, Atlantis und Utopia geht die turbulente Reise. Stets verraten uns die Karten ganz persönliche Erlebnisse und Erinnerungen großer Klassiker und moderner Autoren. 

Erschienen beim wbg Theiss Verlag
Hardcover, 256 Seiten, 167 Illustrationen, farbig

Anja Baumheier: Kastanienjahre

Der Debütroman von Anja Baumheier, Kranichland, hat mir sehr gut gefallen, und am Ende meiner damaligen Rezension habe ich mich schon auf ihr nächstes Buch gefreut, obwohl ich damals noch nicht einmal wusste, dass sie an einem neuen Roman arbeitet. Ich „warte“ also seit etwas mehr als einem Jahr auf dieses Buch und freue mich auf dieses Wiedersehen mit der Autorin.

Worum geht es in dem neuen Roman?

Ein anderes Land. Ein anderes Leben.
Zwei Orte gibt es, die für Elise Heimat bedeuten: Paris, wo sie seit über 20 Jahren eine kleine Boutique im Montmartre führt; und Peleroich, das verschlafene Dorf an der mecklenburgischen Ostseeküste. Hier wächst sie in den 60er Jahren auf, hier lernt sie Henning und Jakob kennen, die beiden Lieben ihres Lebens. Henning, der Fels in der Brandung, den sie seit Kindertagen kennt, Jakob, der Frauenschwarm, der Künstler werden will und wie sie davon träumt, einmal den Eiffelturm zu sehen. Eine fatale Dreiecksbeziehung voller Geheimnisse – bis Jakob eines Tages spurlos aus Elises Leben verschwindet.
Als Elise nach vielen Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, taucht sie tief ein in ihre eigene Vergangenheit und in die Geschichte von Peleroich, wo ihre Eltern sich kurz nach Gründung der DDR kennenlernen…
Anja Baumheier erzählt von einem malerischen Dorf und dem Schicksal seiner Bewohner zwischen Gründung der DDR, Mauerbau und Nach-Wendezeit.

Erschienen beim Wunderlich Verlag
Hardcover, 448 Seiten

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