Anthony Marra: The Tsar of Love and Techno

Ein großartiger Originaltitel, der in der deutschen Übersetzung leider viel von seiner Kraft verliert: „Letztes Lied einer vergangenen Welt“ klingt für mich zumindest nicht besonders inspiriert. Diese Übersetzung sollte aber niemand davon abhalten, den zweiten Roman von Anthony Marra zu lesen. Das Buch besteht aus insgesamt neun Geschichten, „Seite A“ und „Seite B“ enthalten beide […]

Weiterlesen

Hans Pleschinski: Bildnis eines Unsichtbaren

Bildnis eines Unsichtbaren ist ein sehr persönliches Buch von Hans Pleschinski. Es ist ein autobiographischer Roman, in dem er den Tod seines Lebensgefährten, Volker Kinnius verarbeitet, mit dem er 23 Jahre – zu dem Zeitpunkt mehr als die Hälfte seines Lebens – verbracht hat. Das Buch tut aber mehr, als von einer persönlichen Tragödie zu […]

Weiterlesen

11/478 | Michael Ondaatje: Der englische Patient

Eine Geschichte über Krieg, Liebe, Menschlichkeit, Tod und Sand. Erzählt in einem Stil, der für Ondaatje typisch zu sein scheint, also auf keinen Fall linear und aus unterschiedlichsten Perspektiven. Dieses Buch braucht aufmerksame Leser, die bereits sind, den verworrenen Erzähllinien zu folgen. Denn wenn sie das tun, werden sie belohnt. 1945, der Krieg nähert sich […]

Weiterlesen

Cixin Liu: Jenseits der Zeit

Der abschließende dritte Teil von Cixin Lius Trisolaris-Trilogie hat zwar etwas auf sich warten lassen, das Warten hat sich aber gelohnt. Der erste Teil der Trilogie, Die drei Sonnen, hat es mir noch nicht so sehr angetan – die Grundidee fand ich zwar faszinierend, die Ausführung aber weniger gelungen. Dafür hat mir der zweite Teil, […]

Weiterlesen

Michael Ondaatje: Kriegslicht

Kriegslicht ist bereits der siebte Roman von Michael Ondaatje, bekannt ist er aber bis heute wegen seines dritten Roman, Der englische Patient (1992). An dieser Stelle muss ich aber zugeben, dass ich zwar die Verfilmung des Buches gesehen, den Roman aber nie gelesen habe. Somit war Kriegslicht das erste Werk von Ondaatje, das ich in […]

Weiterlesen

Saša Stanišić: Herkunft

Das neue Buch von Saša Stanišić ist ein biografischer Roman, in dem er seiner eigenen Herkunft nachgeht. Er war 14 Jahre alt, als der Krieg in Jugoslawien ausbrach und seine Familie fliehen musste. Er sprach kein Wort Deutsch, als er damals in Heidelberg ankam. Heute ist ein Meister der deutschen Sprache, was auch sein vierter […]

Weiterlesen

Carsten Schmidt: Ausgekafkat

Tabea Thuleweit hat Germanistik studiert, ist nun 35 und hat genug. Genug davon, dass sie keine Arbeit findet, die ihrer Ausbildung und ihren weitreichenden Kenntnissen über Sprachen entsprechen würde. Als sie den Punkt erreicht, wo das Fass überläuft, muss sie irgendwie reagieren: Sie geht zur Universität, zu Professor Gothial, und schlägt ihn mit einem Buch […]

Weiterlesen

Chloe Benjamin: Die Unsterblichen

Es ist 1969, wir sind in New York. Die vier Geschwister, Varya, Daniel, Klara und Simon sind auf dem Weg zu einer Wahrsagerin, von der sie gehört haben, dass sie einem das Datum des eigenen Todestages voraussagen kann. Sie sind Kinder und sie sind neugierig. Nachdem sie aber alle vier jeweils ihr Datum von der […]

Weiterlesen

Alex Capus: Léon und Louise

Es ist der 16. April 1986, eine Trauergottesdienst findet in Paris in Notre Dame statt. Plötzlich tritt eine Frau in die Kirche, geht nach vorne zum Sarg, nimmt eine Fahrradklingel aus der tasche, klingelt zweimal und legt die Klingel in den Sarg. Sie küsst den Toten auf die Stirn, legt ihre Wange an die des […]

Weiterlesen

James Corey: Abaddons Tor

Abaddons Tor ist das dritte Buch in der The Expanse Reihe, die zunächst von Netflix und nun von Amazon als Serie verfilmt wurde. Die ersten beiden Bücher (Leviathan Wakes und Caliban’s War) habe ich noch auf Englisch gelesen, beim dritten Buch habe ich aus Neugier die Sprache gewechselt – und auch um etwas schneller vorwärtszukommen, […]

Weiterlesen